"Se så! nu begynder vi.

Når vi er ved enden af historien 

ved vi mere, end vi ved nu",

 

sagt Hans Christian Andersen

zu Beginn seiner "Snedronningen".

 

Wie wahr!

 

So fange auch ich hier an,

das Märchen unseres Sabbatjahres für Euch zu erzählen.

  Die Østerlars kirke

mit ihren dicken Mauern ist eine Wehrkirche.

Sie bot Frauen und Kindern Schutz vor Missbrauch durch Eindringlinge.

Männer benutzen den Kirchturm als Bastion.

 

 

 

Die Pastorin Meghan D. Jakobsen (*1969)

wohnt im schönsten Pfarrhaus Dänemarks,

schreibt das Kristeligt Dagblad (11. November 2017).

 

https://www.kristeligt-dagblad.dk/liv-sjael/det-er-muligt-komme-velsignet-ud-af-en-skilsmisse

 

Sie hatte für die Weltbank gearbeitet, begleitete ihren Mann nach Riad und schrieb Bücher.

Als ihre Ehe scheiterte, suchte sie Trost in der Theologie,

las Jürgen Moltmanns "Theologie der Hoffnung"

und trat ihre erste Stelle an der Rundkirche von Østerlars an.

Sie ist Skt. Lars geweiht, dem heiligen Laurentius,

der auf einem glühenden Rost zu Tode gefoltert wurde.

 

 

 

 

Unter den Wandmalereien in der Mitte der Kirche befindet sich der Taufstein.

Wer hier getauft wird, der taucht tief ein in das Geheimnis.

Der alte Mensch stirbt, einer neuer Mensch wird geboren.

Christus ist Anfang und Ende:

Die Bilderfolge mit der Geburt Jesu führt zum Weltgericht.

 

 

Da ist der Rachen der Hölle weit geöffnet

und alle Theologie der Hoffnung hat ein Ende.

Gottesdienste finden in der Kirche des heiligen Laurentius in diesem Sommer nicht mehr statt.

Die Pastorin hat schon eine neue Pfarrstelle auf dem Festland.

 

 https://sn.dk/Lejre-Lokalavis--Midtsjaellands-Folkeblad/Praest-er-ikke-noget-man-laver/artikel/1382211

 

 

Trockene Kiele

 

 

 

 

Dieser Exorzist ist noch mit Mundbind, Håndsprit und Tuch im Kampf gegen den unsichtbaren Gegner.

Er will soviel Seelen vor dem atemberaubenden Feuer retten wie möglich.

Der Hüne arbeitet in Allinge.

Hier sollte in diesem Sommer das Baltic Sea Tango Festival stattfinden.

Es hatte uns auf die Insel gelockt.

 

 

 

Sose Odde: Den Rettungsring an den Schuppen hängen

 

 

Vor der Kirche von Åkirkeby finden wir den Mini Crosser X 1-4W der Firma Medema A/S Herning.

Er gilt als das ultimative Modell eines Elektromobiles.

Dänen meiden den respektlosen Umgang mit Menschen jeder Altersklasse und

sprechen nicht vom "Senioren Scooter"

(Wir sind ja nicht auf dem Rummelplatz),

sondern kurz und treffend vom "Bruger".

 

 

 

 Respekt gilt auch an Bord der Fähre

 

 

Einmal an Land  tief durchatmen

 

 

 

und  hinein in dieses kleine Hygge-Pilzhäuschen.

Die Besitzerin kommt aus Japan und

versteckt sich in der Backstube.

 

 

 Im Kunstmuseum finden wir Photographien von Judit Kárász (1912-1977) und uns selbst.

Judit Kárász lebte in den Dreißiger Jahren

einige Zeit auf dem Bauernhof von Hans Henny Jahnn.

 

Er schrieb auf Bornholm seinen apokalyptischen Roman "Fluss ohne Ufer".

 

Der Schriftsteller, Hormonforscher und Orgelbauer Jahnn

wird gerade von der Genderforschung wieder entdeckt.

 

Denn Jahnn war divers und lebte seine Neigungen

- mal für Männer, mal für Frauen -

offen aus.

 

Zu seinen Ziehsöhnen gehörte der junge Hubert Fichte.

 

 

Im deutschen Zentralabitur 2021

gehörte ein Auszug aus Jahnns "Medea" zu den Vorlagen

für das schriftliche Abitur.

 

 

Auf Christiansø lebte Ende der Zwanziger Jahre der junge Edzard Schaper.

Er versuchte sich an einem Roman über Georg Friedrich Händel.

 

 

 Der "Fluss ohne Ufer" mäanderte über 2000 Seiten durch ein Delta und fand kein Meer.

Edzard Schaper schrieb 500 Seiten und erlebte den Schiffbruch.

 

Die Wahrheit im Fragment:

Ruine Hammershus an der Nordwestküste.

 

 

 

 

 Sicherheit geht vor

 

 

auch in der Nylars kirke.

 

 

 

Jons Kapelle:

Hier lebte ein Einsiedler und predigte in einer Zeit der Krise

die radikale Umkehr.

 

 

 

 

 Die Weisheit alter Runensteine: Brogårdssteenen

 

 

 

 

 Mehr Meer geht nicht,

 

 

 

doch Kühlung finden Mensch und Hund auch bei diesen Bautasteinen von Hjortebakken.

Sie erzählen Geschichte und wie man sie besteht.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Dein Schutzengel wurde nicht gefragt,
ob er dich begleiten will.
Du wurdest nicht gefragt,
ob er dein Begleiter sein soll.
Wie Liebende seid ihr füreinander bestimmt.

 

*

 

Schafft es ein Engel allein, seinen Menschen rund um die Uhr zu betreuen?

Braucht er nicht auch einmal eine Pause,

Stunden, wo er neue Kraft schöpfen kann,

vielleicht sogar einige Tage Urlaub?
Hat jeder Mensch vielleicht mehrere Schutzengel?

Einen für die Nacht und einen für den Tag?

Einen für die Zeiten der Trauer und einen für die Stunden der Freude?

Einen für die Arbeit und einen für die Freizeit?

 

*

 

„Schneuze dich behutsam und spucke nur hinter dir aus,
wegen der Engel, die vor dir stehen!“
(Bayerische Volksweisheit)

 

*

 

Der Schutzengel begleitet uns.

Doch steht er uns zur linken oder zur rechten Seite?

Früher glaubten die Katholiken,

der Schutzengel gehe stets auf der rechten Seite seines Menschen,

bei einem Priester zur Linken.

Heißt das,

vor uns,

über uns

oder unter uns

ist etwa kein Schutzengel?

 

*

 

„Wer unter dem Schirm des Höchsten sitzt
und unter dem Schatten des Allmächtigen bleibt,
der spricht zu dem Herrn: Meine Zuversicht und meine Burg,
mein Gott, auf den ich hoffe.
Denn er hat seinen Engeln befohlen,
dass sie dich behüten auf allen deinen Wegen,
dass sie dich auf den Händen tragen
und du deinen Fuss nicht an einen Stein stoßest.“


(Psalm 91)

 

*

 

„Bleibt, ihr Engel, bleibt bei mir!
Führet mich auf beiden Seiten,
dass mein Fuß nicht möge gleiten.
Aber lehrt mich auch allhier
Euer großes Heilig singen
und dem Höchsten Dank zu bringen.“


(Johann Sebastian Bach)

 

*

 

Über die Anzahl der Schutzengel eines Menschen gehen auch die Meinungen der islamischen Gelehrten auseinander. Allgemein werden für jeden Menschen zwei Schutzengel angenommen. Einer steht zur Linken und notiert die bösen Taten, der zweite zur Rechten schreibt die guten Taten auf. Was aber geschieht, wenn eine Tat nicht eindeutig gut oder böse ist? In diesen Zweifelsfällen hat der Engel zur Rechten das Sagen. Denn er hat den Weitblick. Er sieht die Folgen unseres Tuns.


Die Schutzengel führen also eine Art Tagebuch des Lebens. Nach einer bösen Tat seines Menschen wartet der Schutzengel sechs Stunden mit der Eintragung der Sünde in das Buch des Lebens. Wer rechtzeitig binnen der Sechs-Stunden-Frist bereut und um Vergebung bittet, dessen Sünde wird nicht angerechnet.


Aber auch bereits notierte Sünden können durch gute Werke ausgeglichen werden. Dies geschieht so: Die guten Taten werden vom Engel zur Rechten neunfach gewertet. Dadurch entsteht schnell ein Überschuss auf dem Haben-Konto, der zum Ausgleich des Minus-Kontos der bösen Taten herangezogen werden kann. Selbst nach dem Tod können eventuell bestehende Defizite an guten Taten ausgeglichen werden. Gott schickt dazu zwei Engel aus dem himmlischen Heer in das Grab, von wo aus sie Gott loben, preisen und verherrlichen. Ihre guten Werke werden dem Verstorbenen am Tag der Auferstehung gutgeschrieben.


Weil Muslime den Glauben an die Schutzengel des Menschen sehr ernst nehmen, können sich viele von ihnen einfach nicht vorstellen, dass zwei Engel diesen verantwortungsvollen Dienst rund um die Uhr leisten können. Deshalb gehen einige Gelehrte von vier Schutzengeln aus: zwei für die Betreuung am Tag, zwei für den Schutz während der Nacht.

 

*


„Ich will heint schlafen gehen,
Zwölf angel sollen mit mir gehen,
Zwen zur Haupten,
Zwen zur Seiten,
Zwen zun Füssen,
Zwen die mich decken,
Zwen die mich wecken,
Zwen die mich weisen
Zu dem himmlischen Paradeisen.
Amen.“


(Johannes Agricola)

 

*

 

„Abends, wenn ich schlafen geh,
14 Engel um mich steh´n,
zwei zu meinen Häupten,
zwei zu meinen Füßen,
zwei zu meiner Rechten,
zwei zu meiner Linken,
zweie, die mich decken,
zweie, die mich wecken,
zweie, die mich weisen
ins herrliche Paradeisen.“


(Engelbert Humperdinck)

 

*

 

Wo du gehst oder stehst,
ob du wachst oder schläfst –
stets ist dein Engel neben dir
zur Rechten und Linken,
er steht vor dir und hinter dir,
er fliegt über dir und unter dir.
Aus seiner Liebe kannst du niemals fallen.
Immer ist’s er nur,
er allein,
der dich umhüllt
mit dem Mantel der Liebe,
er,
der nicht schläft und
niemals müde wird,
dir zur Seite zu stehen.

"Das Problem der Konversion ist das der Wiedergeburt,

ja der Heilsgeschichte selbst,

und man könnte sagen,

dass in Christus die Menschheit zu Gott konvertiert und zum Paradiese."

Hugo Ball

 

 

 

Mit angehaltenem Atem - Epiphanie 1959:

Kindergarten St. Ida - Münster Gremmendorf

 

 

"Mit einem Wort: die Konversion ist nur eine Episode in einem meist bis zur Kindheit zurückführenden Ablauf."

Hugo Ball

 

 

 

Die Fünfziger Jahre, in die meine Generation geboren wurde, kannten noch ein starkes katholisches Profil und ein Leben in jener Gewissheit, die unwiederbringlich verloren scheint:

 

 

"Katholisch bin und bleibe ich,

nichts soll mich von der Kirche reißen ...

Die wahre Lehr' ist allgemein,

sie bleibt sich gleich zu allen Zeiten;

nicht wankend kann die Wahrheit sein,

es irren die, die sie bestreiten."

 

 

Einige erfüllt diese Heilsgewissheit im Rückblick mit Wut, andere mit Wehmut. Als Kind aus einer „Mischehe“ nahm ich es mit Faszination und zugleich einem Gefühl des Ausgeschlossenseins wahr. Erhebend die Gebete zum Schutzengel im Katholischen Kindergarten St. Ida. Geheimnisvoll das rot leuchtende Ewige Licht im Halbdunkel der Kirche und die Kreuzwegstationen an den Wänden. Gefährlich der Gang in die Nachbarstraße. Dort wohnten die Katholiken. Sie verteidigten ihr Revier gegen uns Kinder aus der evangelischen Straße, besonders wenn zu Fronleichnam der Straßenaltar aufgebaut wurde. Unter ihnen war nicht nur beim Schmücken des Altars das Leben aus der eucharistischen Mitte spürbar, die wir nicht besaßen. Sie waren durch das Messopfer gestärkt und zugleich gestählt durch die Freizeiten der St. Georgs-Pfadfinder, sie zeigten Flagge bei den Prozessionen zur Muttergottes von Telgte, gingen jeden Sonntag als Familie zur Heiligen Messe und beugten die Knie vor dem Lamm Gottes, das hinwegnimmt ihre Sünden. Diese Welt ist längst untergegangen:

 

 

"Gott Dank, dass ich katholisch bin

und stets geschützt vor falschen Lehren;

katholisch sein ist mein Gewinn.

nie soll der Irrtum mich betören;

katholisch bin und heiße ich,

katholisch leb' und sterbe ich;

so werd' ich nicht verderben:

katholisch ist gut sterben."

 

 

In meiner Familie besuchte nur die katholische Großmutter die Vorabendmesse. Evangelisch getauft und konfirmiert ging ich wie Oma Selma allein in den Gottesdienst, leitete später Kindergottesdienste und leistete den Zivildienst im Synodalen Jugendpfarramt. Im Studium der Evangelischen Theologie für das höhere Lehramt erlebte ich ab 1975 eine Welt ohne Geschichte. Wären nicht Lehrer wie Friedrich Ohly gewesen, ich hätte von dem Reichtum der Tradition wenig erfahren. Zwischen Bibel, Luther und Karl Barth lagen Wüstungen. Feinkörnig wie Sand war auch die Auslegung des Neuen Testaments durch Rudolf Bultmanns Epigonen. Was am Ende von der Heiligen Schrift übrig bliebt, war ein wenig Wüstenstaub an den Fingern.

So musste ich mich in meiner Identität als junger Lehrer und bald Ausbilder von Religionslehrern auf ein anderes Fundament stellen. Ich suchte nach erfahrungsbezogenen Zugängen zu Bibel, Gesangbuch und Kirchengeschichte, die sich bald als Schwerpunkte meiner Didaktik herausstellten. An Erzählungen von Engeln und Heiligen interessierte mich das in ihnen verborgene biographische Zeugnis vom Wunder des Glaubens. So stieß ich auf der Suche nach Orientierung auf Rudolf Ottos Buch "Das Heilige" (1917). Otto hatte am Gymnasium Andreanum die Reifeprüfung abgelegt. Nun unterrichtete ich an dieser Anstalt in unmittelbarer Nachbarschaft zur Michaeliskirche des Heiligen Bernward.

 

https://www.andreanum.de/die-schule/alte-andreaner/122-rudolf-otto

 

Auch Hans Urs von Balthasars „Theodramatik“ und „Große Heilige“ von Walter Nigg schenkten mir Orientierung. Der reformierte Pfarrer einer kleinen Gemeinde bei Zürich hatte mit seinen Büchern über die Heiligen ein katholisches Publikum erreicht, das nun sein Erbe fern des Glanzes alter legendarischer Vergoldung sehen lernte. Walter Nigg moralisierte nicht, wie es heute wieder kirchlicher Brauch geworden ist, sondern erzählte auf dem Hintergrund eigener Erfahrungen von den Labyrinthwegen des Herzens. So wurde Hagiografie zum Spiegel biografischer Selbsterkenntnis.

Bei Herder hatte ich Bücher über Engel, Heilige und die großen Symbole des Christentums veröffentlicht. Ich hielt Vorträge in Gemeinden, Kindergärten, Schulen, Akademien. 1995 lud mich Barbara Hallensleben zu dem Engelsymposion „Un ange passe…“ nach Fribourg ein und ermutigte mich, die Biografie Walter Niggs zu schreiben. Mit ihr wurde ich an der Katholischen Fakultät zum Doktor der Heiligen Theologie („Sacrae Theologiae Doctor“), wie es auf der lateinischen Urkunde hieß, promoviert.

Die Schülerin Erwin Iserlohs („Der Thesenanschlag fand nicht statt!“) ist Professorin für Dogmatik und Theologie der Ökumene. Papst Franziskus berief sie unlängst in die Studienkommission zur Überprüfung einer Zulassung von Frauen zur Diakoninnenweihe. In Fribourg erlebte ich die geistige Weite und Vielfalt einer katholischen Theologie mit ökumenischem Horizont, die vor allen Dingen auch die Kirchen des Ostens in den Blick nimmt. Ich folgte der Einladung, Exerzitien zu halten, lernte wunderbare Ordensleute kennen, durfte ihr Gebetsleben und die Schönheit der Liturgie teilen. An der Seite von Pater Franz OFM begab ich mich auf Pilgerreise nach Assisi und hörte auf dem La Verna die Lauretanische Litanei.

 


Vor einem Austritt aus meiner Kirche scheute ich zurück. Ich habe das evangelische Kirchenlied - auch als Erbe meiner Mutter - immer geliebt, allen voran die vielstrophigen Gesänge Paul Gerhardts und Gerhard Tersteegens. Unzählige Male habe ich meinen Kindern „Der Mond ist aufgegangen“ oder „Weißt du, wieviel Sternlein stehen?“ zum Einschlafen vorgesungen. Es gibt nichts Vergleichbares in meiner Muttersprache. Konnte ich nicht in der evangelischen Kirche katholisch sein? Seit Friedrich Heiler haben evangelische Pfarrer versucht, eine evangelische Katholizität in apostolischer Sukzession nach dem Vorbild der schwedischen Staatskirche zu leben. Einige von ihnen haben sich als Mitglieder einer Bruderschaft sogar zum Priester weihen lassen. In den meisten Fällen geschah dies, ohne dass der Kirchenvorstand davon erfuhr. Es gibt viel heimliche Weisheit und katholische Sehnsucht unter den evangelischem Pfarrern, aber noch mehr Angst vor Überfremdung unter den Gemeindemitgliedern. Evangelische Identität besteht oftmals aus reiner Abgrenzung gegenüber der katholischen Tradition. In der evangelischen Kirche kann man nicht katholisch sein. Man muss den Sprung in die Mitte wagen, gerade jetzt, wo die Altäre immer mehr verhüllt werden und der Mundbinde mehr zugetraut wird als der Eucharistie. Wir erleben „Die sterbende Kirche“ (1936), die Edzard Schaper in einem Roman beschrieben hat, aber auch den „Letzten Advent“ (1953), den ein Anschlussroman eröffnet. Die Kirche findet zu ihren Ursprüngen zurück und wird daran gesunden.

In einer Zeit der großen Wende gründete Benedikt von Nursia ein Kloster und stellte das Leben der Mönche in eine feste Ordnung, in demselben Jahr 529, als die Akademie Platons als höchstes Symbol der Weisheit dieser Welt geschlossen wurde. Benedikts Schule des Glaubens diente nicht nur der Stabilisierung des Einzelnen, sondern war als Kulturstiftung auch die Bewahrung einer von Auflösung bedrohten Tradition. Ich meine etwas von diesem Geist zu spüren, wenn ich die Heilige Messe mitfeiere. Hier wird eine Ordnung erfahrbar, die weltweit gilt und trägt. Im Messopfer wird die Mitte des Glaubens erfahrbar: Gottes Gegenwart. Hier beugen Menschen die Knie vor dem Geheimnis des Glaubens. Hier erfahren sie Vergebung und Befreiung. Christus spricht nur ein Wort, und die Seele wird gesund.

Zu den geheimnisvollen Fügungen auf dem Weg zur Mitte gehörte schließlich die Begegnung mit Pfarrer Thomas Blumenberg von St. Gallus in Detfurth. Ich wusste seit Jahren, dass in seiner Kirche einige der Vorfahren meines Lehrers getauft und gefirmt worden waren. Mir war auch bekannt, dass der Priester und der Philosoph entfernt miteinander verwandt waren. Aber erst meine Arbeit an der Biographie Hans Blumenbergs führte mich in die Messe dieses Pfarrers. Da fühlte ich: Hier gehörst du hin. So kam ich an, wo ich schon immer gewesen war.

 

 

 

 

 

St. Gallus-Kirche in Detfurth,

einst Mutter- oder Archidiakonatskirche des Flenithigaus.

 

 

 

Gallarus Oratory, Dingle, County Kerry (2000)

 

 

 

Petersdom, Vatikan (2008)

 

 

 

Erntedankfest 2020

 

 

Mariae Lichtmess 2. Februar 2021

 

 

Palmsonntag, 28. März 2021

 

 

Wasser des Lebens:

Osternacht

 

 

 

Erste heilige Kommunion

Trinitatis 2021

 

 

 

 

 

Fronleichnam 2021

Pfarrer Thomas Blumenberg und Diakon Dr. Christopher McDonald

 

 

 

 

 *

 

 

Die Stimme erklingt.

 

 

 

Woher kommt der Ruf?

 

 

Du bist es nicht.

 

 

 

Der Ruf kommt

aus der Tiefe Deines Wesens,

die Dir selbst Geheimnis bleibt.

 

 

 

 

Du erkennst sie an Deiner Reaktion:

 

 

 

Du musst ihr folgen -

 

 

auch gegen Deinen Willen.

 

 

 

 

 

 

Bibliographie „Engel“ von Uwe Wolff

 

-: Die Wiederkehr der Schutzengel. In: Rheinischer Merkur vom 29. September 1989.

-: Himmlische Helfer an der Zeitmauer. Die Engel kehren im Dämmer der Moderne wieder: In: Lutherische Monatshefte 12/1989.

-: Himmlische Chöre oder Der Engel frohe Lieder. In: Rheinischer Merkur vom 15. Dezember 1989.

-: Bitte keine Flügel stutzen! In: Rheinischer Merkur vom 22. Dezember 1989. S. 17.

-: Auf der Himmelsleiter. In: Braunschweiger Beiträge 53-3/1990. S. 5--25. 

-: Auf den Spuren der Engel. In: Engel und Dämonen. Wiederkehr mythologischer Rede vom Bösen und Guten? Herrenalber Protokolle 79/1990. S. 39-54.

-: Lesen lernen im Buch des Lebens. Hans Blumenberg zum Geburtstag. In: Akzente 3/1990. S. 264-267.

-: Himmel und Hölle öffnen sich wieder. Warum wir noch immer Engel brauchen. In: Stuttgarter Zeitung vom 22. Dezember 1990. S. 46.

-: Die Engel fliegen wieder. Zur Renaissance eines religiösen Phänomens. In: Hannoversche Allgemeine Zeitung vom 24. Dezember 1990.

-: Die Wiederkehr der Engel. Boten zwischen New Age, Dichtung und Theologie. EZW-Texte. Impulse Nr. 32. 35 Seiten. 1991.

-: Der Geist ist willig, doch der Bauch ist schwach. (Rez. Peter Brown. Die Keuschheit der Engel. Sexuelle Entsagung, Askese und Körperlichkeit am Anfang des Christentums). In: Rheinischer Merkur vom 11. Oktober 1991. S. 44.

-: Himmlische Körper. Rezension von Peter Browns „Die Keuschheit der Engel„ In: Hannoversche Allgemeine Zeitung vom 18. November 1991. 

-: Der Engel Flügel wachsen hören. Kapitel einer Angelologie der Jahrtausendwende. In: Neue Zürcher Zeitung Nr. 297 vom 21./22. Dezember 1991. S. 53-54. 

-: Die Engel fliegen wieder. In: Mut. Forum für Politik und Geschichte. Dezember 1991. S. 58-68. 

-: Die Botschaft der Engel. Ein erfahrungsbezogener Zugang zur Gottesfrage. Klett Verlag. Stuttgart (= Stundenblätter Schülerheft und Lehrerkommentar). 1992.

-: Wo sich die Pforten der Wahrnehmung öffnen. Epiphanien in der Literatur. In: Rheinischer Merkur vom 3. Januar 1992.

-: Der ganze Himmel und die ganze Erde. Christen brauchen die Herausforderung der Heiligen. In: Lutherische Monatshefte. April 1992. S. 157-161.

-: Die Wiederkehr der Engel. Zu einem erstaunlichen Phänomen – längst vor der Weihnachtszeit. In: Idea Nr. 11/1992. S. III-IV. Zugleich in: Idea-Spektrum 48/1992. S. 14-15.

-: Die Engel fliegen wieder. In: Arbeitshilfe für den evangelischen Religionsunterricht an Gymnasien. Heft 50. Hrsg. von Jochen Papst. Hannover 1992. S. 53-66. 

-: Breit aus die Flügel beide. Von den Engeln des Lebens. Verlag Herder. Freiburg. 240 Seiten. 1993. 42006.

-: Gottesdämmerung. Auf den Spuren einer Sehnsucht. Verlag Herder. Freiburg. 224 Seiten. 1994.

-: Im Lichte des Glücks. Träume vom Paradies, fromm und profan. In: Stuttgarter Zeitung vom 5. Februar 1994.

-: Das große Buch der Engel (Anthologie mit Farbtafeln). Verlag Herder. Freiburg. 280 Seiten. 1994. 42007.

-: Himmlische Grenzgänger. „Engel der Liebe“ – Ein Themenabend bei „arte“. In: Hannoversche Allgemeine Zeitung vom 27. Dezember 1994.

-: Unter Deinen Flügeln geborgen. Legenden vom Geheimnis der Engel. (Anthologie mit Farbtafeln). Verlag Herder. Freiburg. 120 Seiten. 1995. 21995.

-: Der gefallene Engel. Von den Dämonen des Lebens. Verlag Herder. Freiburg. 256 Seiten. 1995.

-: Und der Engel ließ mich nicht los. Erfahrungen mit unsichtbaren Freunden. Verlag Herder. Freiburg. 120 Seiten. 1996. 21997.

-: Engel sind Liebende. Gedanken zum Schutzengelfest am 2. Oktober. In. Deutsche Tagespost vom 1. Oktober 1996.

-: Die Engel – Himmlische Wegbegleiter. In: Die Entdeckung des Himmels. Loccumer Protokolle 27/1998. S. 59-93.

-: Wo ist das Paradies? Von der tiefen Sehnsucht in Werbung und Religion. In: Auftrag und Weg. Thema: Werbung. 4/1998. S.133-134.

-: Engel sind Gottes Strahlungen für Menschen, die ihre Seele auf Empfang schalten. Interview mit dem Magazin Contrapunkt. 6/1998. S.14-15.

-: Der Engel an meiner Seite. Biographische, biblische und meditative Zugänge zum Geheimnis der Engel als Begleiter auf dem Lebensweg. Anthologie zur Tagung des Loccumer Arbeitskreises für Meditation vom 4.-6. Dezember 1998. (Zusammen mit Elisabeth Borries).

-: Die Engel – Himmlische Wegbegleiter. In: Barbara Hallensleben (Hrsg.). Un ange passe . . . Ökumenische Wegzeichen. Universität Fribourg Suisse. S. 5-24. Fribourg 1999.

-: Das quälende Gefühl der Entzweiung: Licht und Schatten bei C. G. Jung und Ernst Jünger. In: Thomas Arzt (Hrsg.). Jung und Jünger. Gemeinsames und Gegensätzliches in den Werken von Carl Gustav Jung und Ernst Jünger. Königshausen und Neumann Verlag. Frankfurt a. M. 1999. S. 163-180.

-: Die Engel – Himmlische Wegbegleiter. In: Lernort Gemeinde. Zeitschrift für spirituelle Praxis. Heft 4/1999. S. 31-36.

-: Engel in der modernen Literatur. Dort, wo man sie nicht erwartet. In: Markwart Herzog (Hrsg.). Die Wiederkunft der Engel. Beiträge zur Kunst und Kultur der Moderne. Irseer Dialoge. Band II. Kohlhammer Verlag 2000. S. 83-98.

-: Singen, Beten, Tanzen – Ein Vorgeschmack auf den Himmel. In: Forum Loccum Nr.2/ Mai 2000. S. 20-21.

-: Alles über Engel. Aus dem himmlischen Wörterbuch. Herder-Spektrum. Freiburg 2001.

-. Die Reise ins Labyrinth. Unterwegs zur eigenen Mitte. Herder-Spekrum. Freiburg 2001.

-: Gelobt seist Du mein Herr... Impressionen einer franziskanischen Pilgerfahrt. In: Antoniuskalender 2001. S. 75-82.

-: Vom himmlischen Flugverkehr der Engel. In: Hans-Werner Kalkmann. „Er fliegt und fliegt“  (Ausstellungskatalog )S. 49-56.

-: Grenzgänger mit Flügeln. Das Thema Engel braucht einen Platz nicht nur im Fachsortiment. In: BuchMarkt Juli 2001. S. 134-135.

-: Auf den Spuren der Engel. Warum Engel uns faszinieren. In: Leseforum Winter/2001. S.4-5.

-: Der Engel des Lichts. Weihnachtliche Gedanken zu einem romanischen Kunstwerk. In: MUT. Forum für Kultur, Politik und Geschichte. Nr. 412. Dezember 2001. S. 10-13.

-:  Alles über die gefallenen Engel. Aus dem Wörterbuch des Teufels. Kreuz    Verlag. Stuttgart 2002.

-: Die Engel von Ground Zero. In: Margot Kässmann (Hrsg.). Glauben nach Ground Zero. Kreuz Verlag. Stuttgart. S. 136-144.

-: Sieben Engel hat der Mensch. Wie sie dich durchs Leben leiten. Kreuz Verlag 2003. 22004.

-: Wo war Jesus zwischen Karfreitag und Ostersonntag? Das Leben Jesu für unsere Zeit erzählt. Kreuz Verlag. Stuttgart.

-: Welche Farbe hat die Himmelstür. Symbole der Weltreligionen für unsere Zeit erklärt. Kreuz Verlag 2003.

-: Satanismus. Spiel mit dem Bösen in der Jugendszene. In: MUT: Nr. 426.  S. 54-57.

-: Das kleine Buch vom Schutzengel. Kreuz Verlag  2003.

-: Jeder Tag hat seinen Engel. Kreuz Verlag 2003.

-: Der Engel der Stille behüte dich. Gütersloher Verlagshaus. Gütersloh. 2005.

-: Kinderbriefe an den Schutzengel. Gütersloher Verlagshaus. Gütersloh 2006.